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Nissan GT-R

Drei Jahre nach seinem Erscheinen ist der GT-R endlich erwachsen geworden. Ist er besser als das gigantische Original?

Eine Preiserhöhung von etwa 10.000 £ mit einigen mechanischen Verbesserungen und zusätzlichen 40 PS scheint eine Menge Geld zu sein. Auf der Geraden ist die Beschleunigung sogar noch erstaunlicher – der Nissan-Supersportwagen ist dem 911 Turbo ebenbürtig und hat ein echtes Gefühl für dynamische Finesse – die Elektronik ist auf dem Rücksitz platziert und der Fahrer hat mehr Kontrolle. Wer weiß, wie viel besser der GT-R in weiteren drei Jahren sein wird.

Als der GT-R im Jahr 2007 vorgestellt wurde, sagte Chefingenieur Kazutoshi Mizuno, dass das aktuelle Auto in drei Jahren erscheinen würde. Wir gehen also davon aus, dass die hier gefahrene, stark modifizierte 2011er-Variante das Modell ist, das Nissan immer für den GT-R vorgesehen hat.

Optisch gibt es nicht viel zu unterscheiden. Schlanke LED-Tagfahrlichter sind an einem überarbeiteten Frontspoiler angebracht. Ein breiterer Kühlergrill sorgt für mehr Luftzufuhr zum verbesserten Motor, und die neuen Leichtmetallräder sparen an jeder Ecke 3 kg ein.

Auch im Innenraum gibt es nur geringfügige Änderungen, vor allem die Kohlefaserverkleidung des Armaturenbretts. Das weiche Leder des Armaturenbretts fällt nur dem geübten Auge auf, aber das zweifarbige Farbschema des Wagens verleiht dem Innenraum ein noch spezielleres Gefühl.

Zu den Schlagzeilen gehören die Steigerung der Leistung des Twin-Turbo-V6 von 478 PS auf 523 PS und die Reduzierung der CO2-Emissionen von 16 g/km auf 279 g/km. Die zusätzlichen Pferdestärken werden durch einen erhöhten Ladedruck, eine geänderte Ventilsteuerung und einen verbesserten Abgasstrom freigesetzt.

Aber es sind die signifikanten Änderungen am Fahrwerk, die den GT-R noch schärfer machen. Zu den verschiedenen Änderungen, die den Fahrkomfort und die Karosseriekontrolle verbessern sollen, gehören Verstärkungen an den Aufhängungen, erkennbar an der Karbonfaser-Strebe im hinteren Teil des Motorraums, neue Dämpfer und verbesserte Dunlop-Reifen mit Notlaufeigenschaften. Werden sie einen Unterschied machen?

Auf den ersten Kilometern fühlt sich alles vertraut an: Das Knurren des V6 ist ähnlich gedämpft, aber die Fahrposition ist immer noch etwas höher. Aber sobald der Motor warmgelaufen ist, gibt man Gas und entdeckt die Fähigkeiten des neuen GT-R.

Der ursprüngliche Wagen war schon schwindelerregend schnell, wenn er durch die Boxen raste, aber jetzt wurde er auf die nächste Stufe gehoben. Der Turbo dreht schneller und bietet ein kraftvolleres und gleichmäßigeres Ansprechverhalten. Wenn Sie sich in die Recaro-Schalensitze gekuschelt haben, wird es Sie nicht überraschen zu hören, dass die Zeit von 0-62 km/h um 0,2 Sekunden auf etwa 3,5 Sekunden verkürzt wurde.

Er klingt auch besser. Der ruppige Rhythmus des V6 wird durch ein aufregendes turbinenartiges Heulen bei Vollgas akzentuiert. Die Straßengeräusche, die bei der ersten Generation noch vorhanden waren, sind stark reduziert.

Die ersten Kurven zeigen, dass die Fahrwerkskorrekturen einen beträchtlichen Effekt hatten, und nach einem Kilometer Hochgeschwindigkeitskurven und scharfen Haarnadelkurven (nass und trocken) ist klar, dass sich der Charakter des GT-R völlig verändert hat. Zunächst ist die Lenkung positiver geworden. Ein einfaches Drehen des Lenkrads bringt die Nase nach oben.

Wenn man den Wagen in eine Reihe von schnellen Links- und Rechtskurven wirft, reagiert er schnell und sauber auf die Bewegungen und bleibt dabei völlig ruhig und kommunikativ.

Früher brachte der GT-R in solchen Fahrsituationen eine Masse von 1.740 kg auf die Waage, aber diese Version ist völlig anders. Der Durchhang wurde entfernt und das Auto wiegt gleich viel, aber sein Gewicht ist besser versteckt und kontrolliert.

Die aktuelle Rundenzeit des GT-R auf dem Nürburgring liegt bei erstaunlichen 7 Minuten und 26 Sekunden, aber es gibt Gerüchte, dass dieses Modell 7 Minuten und 20 Sekunden übertreffen könnte. Eine rennspezifische Club Track Edition ist in Entwicklung. Für diejenigen, die ihren aktuellen GT-R auf den Stand von 2011 bringen wollen, ist ein Upgrade-Kit erhältlich.

Rivale: Porsche 911 Turbo

Der konkurrierende GT-R wurde ebenfalls auf eine höhere Leistung aufgerüstet und ist nun schneller und handlicher als je zuvor. Allerdings liegt sein Preis um 38.000 £ über dem des Nissan.

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