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Chevrolet Camaro 2014 Testbericht

Chevrolet Camaro sieht furchtlos aus, aber billiger Innenraum und mangelhafte Dynamik sind enttäuschend

Begrenzte Stückzahlen und wildes Aussehen bedeuten, dass der 2014er Camaro immer noch viele Überraschungselemente hat, aber wie ein Dinosaurier aussieht, der im digitalen Zeitalter gefangen ist. Auf den richtigen Straßen kann das Fahren mit ihm Spaß machen, aber die schwergängige Lenkung, das unkomfortable Fahrverhalten und das träge Automatikgetriebe machen ihn eher frustrierend als lohnend. Zusammen mit dem billigen Innenraum und der miserablen Wirtschaftlichkeit ist er kaum zu empfehlen, zumal ein Mustang mit Rechtslenkung in Sicht ist.

Mit der bevorstehenden Ankunft des neuen Ford Mustang wird der Camaro nicht mehr das einzige V8-angetriebene Muscle Car sein, das über britische Straßen rast.

Um sein ikonisches Coupé frisch zu halten, hat Chevrolet für 2014 eine Reihe von kosmetischen Änderungen vorgenommen. Dazu gehören ein schmalerer Kühlergrill, der die 6,2 Liter des V8 kühlt, schlankere Scheinwerfer und Lüftungsschlitze in der Mitte der Motorhaube.

Das Heckdesign ist noch cartoonhafter, mit einem breiteren, flacheren Heckflügel für bessere Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten, saubereren LED-Leuchten und neuen Auspuffspitzen. Die auffälligen schwarzen Streifen auf dem weißen “Summit”-Testwagen waren eine 400-Pfund-Option, aber der Camaro ist natürlich auch auf der Straße ein echter Hingucker.

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Mechanisch bleibt das Facelift jedoch dem bewährten amerikanischen Rezept treu: großer V8-Benzinmotor, Fahrwerk mit Hinterradantrieb und riesige 20-Zoll-Aluminiumräder. So simpel es auch klingen mag, der Camaro erhält zusätzlich eine Mehrlenker-Hinterachse und ein Sperrdifferenzial, das hilft, die 400 PS und 556 Nm Drehmoment in Schach zu halten.

Leider macht sich diese Feuerkraft nicht bemerkbar, wenn man hinter dem Lenkrad sitzt. Der Motor ist leise und unaufregend, es sei denn, man gibt Gas. Das Automatikgetriebe reagiert träge und ruckartig, so dass es am besten ist, die Gänge mit den Lenkradwippen zu schalten und das beeindruckende Drehmoment zu nutzen, das in der Box steckt.

Grip und Traktion sind reichlich vorhanden, aber die enorme Größe des Camaro und die Tatsache, dass er nur mit Linkslenkung erhältlich ist, machen das Fahren auf britischen Straßen zu einem eingeschränkten Erlebnis. Die riesigen Räder erzeugen bei Autobahngeschwindigkeiten beträchtliche Reifengeräusche und können auf unebenem Untergrund krachend und geräuschvoll sein.

Im Innenraum ist das Platzangebot größer als bei den meisten europäischen Sportwagen, der Kofferraum ist nur durch seine ungünstige Form eingeschränkt, und auf dem Rücksitz findet ein Erwachsener ausreichend Platz. Der 2014er Camaro wird mit dem neuen “My Link” Touchscreen-Infotainmentsystem ausgeliefert, das gegen einen Aufpreis von 800 Pfund zur Satellitennavigation aufgerüstet werden kann. Die Qualität der Materialien ist jedoch sehr schlecht, mit zu viel hartem, glänzendem Plastik in der Nähe der wichtigsten Berührungspunkte auf dem Armaturenbrett.

Auf dem Papier mag der Camaro zwar billiger sein – die Preise für die manuelle Version beginnen bei knapp über 35.000 £ -, aber seine Betriebskosten sind sehr hoch, und sein Verbrauch und seine CO2-Emissionen sind schlechter als die des Porsche Cayenne Turbo S.

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